Eutonie in der Schule

schultafelEutonie im Schulunterricht: " Lernen mit allen Sinnen"

Eutonie bedeutet: gute, gesunde Körperspannung oder Wohlspannung.
Gerda Alexander entwickelte als Deutsche diese Methode der körperlichen Selbsterfahrung vor etwa 70 Jahren in Kopenhagen und führte sie zu einer staatlich anerkannten Fachhochschulausbildung.

Seit mehr als 10 Jahren unterrichte ich an der Lesemann - Schule in Hockenheim jeweils 1 Unterrichtsstunde Eutonie 1 x wöchentlich in der 1. Klasse und in der 3. Klasse.

Das Angebot reiht sich in das Bemühen der an der Schule tätigen Lehrer/innen ein, integrativ zu wirken, mit den spezifischen kognitiven, sozialen und kulturellen Lernangeboten für Schüler/innen mit Lernschwächen und Verhaltensauffälligkeiten.

Eutonie will als ganzheitliches Lernangebot - " Mit dem Körper lernen! Mit allen Sinnen lernen!" - Erfahrungen vermitteln, mit denen jeder einzelne Schüler/in auf der Ebene seiner individuellen Möglichkeiten " etwas kann".

Wer begreifen lernt, muss   g r e i f e n ;
Wer verstehen will, muss  s t e h e n  lernen !

In vielen deutschen Städten wird eine Straße oder eine Schule nach dem Pädagogen Heinrich Pestalozzi genannt.
Eutonie macht sein Anliegen lebendig, entstand es doch ebenso im Strom der Reformpädagogik, verbunden mit dem Ziel, Menschen zu stärken und sie dahin zu bringen, dass sie sich selbst helfen können.

Kinder allseitig und harmonisch zu fördern beinhaltet der Eutonie-Unterricht in der Schule und bietet Lernerfahrungen an, welche die körperliche Wahrnehmung variationsreich und differenziert schult.

Die körperliche Wahrnehmung verhilft zur Kontaktfähigkeit.
Dabei spielt das Kennenlernen von Balance- und Gleichgewichtsübungen, Koordination und Steuerung von Bewegung eine wichtige Rolle, sich in der Welt zu orientieren und zu recht zu finden.

Ebenso wird die Haut als Kontaktorgan erlebt.
Das Hautbewusstsein durch unterschiedliche taktile Reize vermittelt das bessere Sich-Abgrenzen oder Sich-Öffnen können in einer Welt, die diese Kompetenz einfordert.

Seinen Körper im Innenraum wahrnehmen lernen, der mit dem Außenraum (Umwelt) in stetiger Verbindung steht und wirkt, ist das Lernfeld der Eutonie Gerda Alexander.

Körperliche Wahrnehmung lässt Selbstbewusstsein entstehen.
Sich seiner selbst bewusst werden, verhilft im Kontakt mit sich, als auch die Wahrnehmung für sein Gegenüber (Mitmensch, Umwelt) zu gewinnen.

Die Eutonie trainiert mit dem Angebot vielseitiger Körperübungen dieses Anliegen, in den individuellen Entwicklungsweg eines jeden Kindes fördernd und unterstützend hineinzuwirken.