Wer braucht Eutonie

Wer die Signale seines Körpers empfangen und verstehen kann, der kann auch sein Verhalten danach ausrichten, was dem Körper gut tut. Es ist deshalb weder eine Frage des Alters, des Gesundheitszustandes oder des Geschlechts. Eutonie hilft in allen Lebenslagen.

Erwachsene

.. bei Schmerz- Stressregulierung
.. bei Schlafstörungen
.. bei vegetativen Störungen
.. zur Tonusregulierung bei Erkrankungen des Nervensystems
.. zur ganzheitlichen Behandlung bei Multiple Sklerose Parkinson, Epilepsie, Migräne.
.. bei Erkrankungen und Beschwerden der Gelenke
.. bei Erkrankungen der Muskulatur wie z.B. Rheuma, Arthose, Fibromyalgie , Rückenschmerzen
.. bei Verspannungen durch Blockaden oder Fehlhaltungen.
.. bei Psychosomatisch bedingten Beschwerden
.. zur Lösung von psychisch bedingten Problemen ( Angst, Panik, Traumatas)

Kinder

.. bei:-Hyperaktivität / Aufmerksamkeitsdefizit (ADS)
.. bei Hypotonie - "Träumer" / Begleiterscheinungen durch Absencen.
.. zur Konzentrationsförderung
.. zum Training der Koordination und des Gleichgewichts
.. bei Entwicklungsverzögerungen und Entwicklungsdefiziten
.. zur Aufrichtung im Sitzen, Stehen und Gehen
- bei Behinderungen

lesen Sie hierzu die folgenden Erfahrungsberichte:

 

 

 


Mein Zugang zur Eutonie

Arnold Willibald

Ausgangspunkt:
Neben chronischen Problemen durch Verschleiß von zwei Lendenwirbeln war wohl eine überaus strapaziöse Busfahrt in Peru im Rahmen meiner Tätigkeit als Koordinator eines Entwicklungsprojektes im Regenwald Sommer 2005 Auslöser für schwere Beschwerden, die sich in den Wochen nach der Reise erst richtig zeigten: Beim Gehen bekam ich schon nach wenigen Minuten stechende Schmerzen an einem bestimmten Punkt im rechten Gesäß. Zwei verschiedene Orthopäden haben ihr ganzes Repertoire zur Behebung oder wenigstens Linderung eingesetzt, darunter auch schwere Beruhigungsmittel und riskante Spritzen. Auch die Krankengymnastik und meine Übungen daraus halfen nicht.

Zwei mir befreundete Personen, die Eutonie schon länger kannten, rieten mir dringend und immer wieder zu alternativen Versuchen in diese Richtung. Ich ließ mich tatsächlich zu einer ersten privaten Einzel- Behandlung bei Barbara bewegen, denn für mich war es sehr schlimm, nicht mehr wandern zu können und in so vielen Punkten eingeschränkt zu sein. Die wohltuende Behandlung und der ganz andere Umgang mit den Schmerzen in Vergleich zur Krankengymnastik legten es nahe, der Einladung zu einem Wochenendkurs in Eutonie zu folgen. Wohltuend aber doch kein Durchbruch in meiner schmerzenden Gehbehinderung. Die Skepsis blieb: Doch ich ließ mich 2006 zum 5-Tage-Eutonie-Kurs in Schwarzerden bewegen. Tatsächlich tat sich was: Gegen Ende der Woche konnte ich bereits bis zu 20 Minuten gehen und in den folgenden Wochen verloren sich die Schmerzen, bis ich sie dann ganz vergessen konnte. Und das ist bis heute so.

Probleme im Lendenwirbelbereich tauchen immer wieder auf. Ich folge einigermaßen regelmäßig den wöchentlichen Übungen bei Barbara Franco Palacio in ihrem Institut. Überraschend für mich war vor kurzem - ich ging mit Rückenschmerzen hin in der Erwartung, dass etwas dagegen getan wird. Aber Barbara blieb bei ihrem Vorhaben und ließ uns mit einem Bambusrohr die Beine behandeln und vor allem abklopfen. Was soll das, dachte ich. Mein Rücken braucht was. Danach war ich nicht wenig erstaunt, dass meine Beschwerden nachließen. Eine ganz wichtige und neue Erfahrung für mich: Nicht zuerst eine örtliche Behandlung ist wichtig, sondern das Gesamtbefinden muss im Auge bleiben. Darauf zielt die Eutonie nach meiner mehrfachen und positiven Erfahrung.

Arnold Willibald, Jahrgang 1931, Ludwigshafen/Rhein, katholischer Pfarrer, Rentner als Arbeiterpriester.

 

Erfahrungsbericht von
Gisela Schmiedel

1991 besuchte ich den ersten Eutoniekurs, auf Einladung einer Freundin, in Bonn, bis ich in der Zeitung las, dass über die VHS Hockenheim ein Eutoniekurs von Frau Franco Palacio angeboten wurde. Seitdem (1992) bin ich mit Begeisterung dabei.
Vorher wollte ich nach "Turnvater Jahn´s Körperertüchtigung " vieles "erzwingen". Das ging schief.
Dazu kamen die Beschwerden bedingt durch Asthma und Fybromyalgin (Weichteilrheuma).
Was bringt mir die Eutonie: Ich lerne, auf meinen Körper zu hören, was mir dann im Alltag auch hilft, mit meinen Altersbeschwerden am Knie, Rückenschmerzen, Bluthochdruck und vor allem dem Rheuma gut zurechtzukommen.
Mit der Erfahrung, dass der Boden mich trägt, kann ich loslassen und komme zur Ruhe. Dadurch erhalte ich aber auch meine Beweglichkeit und ich genieße die "Wohlspannung"!

Gisela Schmiedel, geb. 01.04.1930, Buchbinderin, wohnhaft in Ketsch.


 

Barbara Franco Palacio
im Dialog mit Gabriele Gassen

1) Wie hast Du Eutonie kennengelernt? Durch wen wurdest Du darauf aufmerksam gemacht?

Nach einem langwierigen Infekt, von dem ich mich nicht erholte, bekam ich zusätzlich starke Rückenbeschwerden. Eine Bekannte beobachtete, dass ich trotz aller schulmedizinischen Bemühungen zwar nicht mehr krank war, aber auch nicht wirklich gesund wurde. Sie schleppte mich dann einfach zu einem ihrer Eutonie-Abende, die sie seit vielen Jahren hier in Ludwigshafen besucht, mit.
Das Ergebnis des ersten Abends war frappierend für mich. Wir "lagen" auf Bambusstäben, für mich mit meinem total verspannten, schmerzenden Rücken an sich unvorstellbar. Aber ich dachte, das ist jetzt auch egal. Ich legte mich drauf und erwartete, in zwei Teile zu zerbrechen. Aber nach einigen zunächst unangenehmen Minuten wurde die schmerzhafte Schonhaltung sanft "durchbrochen", eine ungeahnte Entspannung trat ein - und in der Nacht danach schlief ich zehn Stunden! Von da an gings bergauf.

2) Seit wann machst Du Eutonie selbst?
Nach dem ersten "Aha-Erlebnis" (vor drei Jahren) blieb ich dabei und las auch einiges. Seither "mache" ich Eutonie nur bei den Abenden, die ich aus Zeitgründen leider nur noch selten besuchen kann; und bei ein, zwei Wochenend-Seminaren pro Jahr. Aber ich "lebe mit Eutonie im Hinterkopf" - eigentlich ständig. Das ist so einfach und einleuchtend, dass es einem ab der ersten Einweisung bereits zur Verfügung steht, wenn man natürlich stetig von den Könnerinnen dazulernen kann (und sollte, wenn man sich etwas Gutes tun will!).

3) Warum? - was bringt Dir das?
Ich bin Belastungen, Anspannungen, Ängsten nicht mehr so ausgeliefert! Eutonie ist keine Glückspille, verspricht das auch nicht, aber es gibt einem überzeugend einfache Strategien an die Hand - ohne verkopft zu sein. Man lenkt die Aufmerksamkeit auf verspannte Körperpartien. Diese entspannen sich, eigentlich unweigerlich. Das beruhigt wiederum auch das angespannte Gemüt.
Natürlich gibt es Situationen, in denen das nicht einfach so klappt: wenn man zu aufgeregt, zu überdreht ist. Aber man lernt sich zu überlisten, wartet auf den richtigen Moment.
Schließlich macht das hinzugewonnne Selbstvertrauen, Stresssituationen nicht hilflos ausgeliefert sein, auch - im positiven Sinne - belastbarer, weil gelassener.

4) Was ist das Wichtigste (das Besondere an der Eutonie?) für Dich?
Für mich ist die der Eutonie eigene Mischung aus Rationalität und Gespür einfach richtig. Yoga oder Tai Chi sind mir zu "östlich", dazu findet mein "westlich" geprägtes Hirn nicht den rechten Zugang. Verfahren wie Jakobson hingegen scheinen mir zu mechanisch. Eutonie verbindet das einfach genial. Und ist völlig frei von Suggestion, sondern im Gegenteil selbstbestimmt.
Zudem gefällt mir, dass Eutonie "vermarktungsresistent" ist - man braucht kaum Gerätschaften, kein spezielles Outfit, keinen ausgestatteten Raum. Es lohnt sich m.E. aber, Anbindung an eine gut geleitete Gruppe zu suchen oder ab und zu ein Wochenendseminar zu besuchen. Körper und Geist merken sich diese Intensiverfahrungen.

Gabriele Gassen, 54 Jahre, Verlagsredakteurin, Ludwigshafen


Heike Kathe

Ich habe Eutonie bei Barbara Franco vor ca. 3 Jahren durch ein Prospekt des Bistumshauses kennengelernt. Seither nehme ich, wenn es mir zeitlich möglich ist, an den Wochenenden in Speyer teil.

3 Tage Umschalten von Kopfarbeit auf Körperarbeit, Körperbewußtsein.
Wahrnehmungen, was geschieht im Körper, was verändert sich wie.. Manchmal traut man sich an Übungen ran, die man sich vorher nicht zutraute.

Diese Wochenenden sind notwendiger Kurzurlaub von allem, man kann wieder auftanken und zur Ruhe kommen.
Mein Name ist Heike, 53 Jahre, Sozialarbeiterin, zusätzlich mit eigener Familie, die auch ganz schön stessig sein kann.

Heike Kathe


Dr. Gabriele Karger

Über die Eutonie "stolperte" ich mehr oder weniger zufällig vor 25 Jahren in einer kahlen Turnhalle mit 30 anderen Teilnehmern in Karlsruhe. Trotz dieser nicht furchtbar einladenden Atmosphäre beeindruckte mich das Ergebnis einer ( wie ich heute weiß, klassischen ) Übung ( ein Tennisball unter dem Becken ) so sehr, dass ich der Eutonie bis heute treu blieb. Ich wurde auch nicht enttäuscht, obwohl ich selbst nicht so oft zu Hause übe, eigentlich nur, wenn ich viel Stress habe oder irgendwelche Schmerzen, meist im Rücken oder Kopf. Ich habe gemerkt, dass es deshalb für mich sehr gut ist, an einer regelmäßigen Gruppe teilzunehmen, so hat die Eutonie ganz unbemerkt Eingang in meinen Alltag gefunden, mit kleinen, heute automatischen Aufmerksamkeiten für angespannte Unterkiefer-Muskulatur, wenn ich im Stress bin oder zu merken, wie ich sitze und stehe und gehe. So entstehen Schmerzen und Verspannungen oft erst gar nicht. Auch für so besondere Situationen, wie meinem ersten Vortrag auf einem Kongress, hat die Eutonie mir sehr geholfen, den Stress zu reduzieren und den Vortrag mit guter Bodenhaftung und ruhiger Stimme zu halten. Und trotz der vielen Jahre Erfahrung mit der Eutonie entdecke ich immer Neues und manchmal auch Überraschendes.

Frau Dr. Gabriele Karger, 51 Jahre, Ärztin, Heidelberg


 

"Ich nehme das,
was ich bekomme"

Bernadette Bros-Spähn

Meiner Tochter Melanie (mehrfachbehindert) besuchte im Rahmen des Schulversuches „gemeinsamer Unterricht“ Rheinland-Pfalz die Grundschule in Ludwigshafen.
Unterstützt wurde der Schulversuch durch Rudi Krawitz. Wo es um Alternativ-Therapien ging, berichtete er von einem Kastanienbett worauf er sich gut entspannen kann. Weil es gerade Herbst war haben wir im Friedenspark tüchtig Kastanien gesammelt und ein Kastanienfußbad für unsere Tochter Melanie und für uns selbst gemacht.
Damals wusste ich noch nichts über Eutonie, Melanie hatte zu dieser Zeit einen Feldenkrais-Therapeuten. Melanie bekam im zweiten Schuljahr, durch ihre Epilepsie, immer mehr Probleme mit dem Laufen. Der Feldenkrais-Therapeut wusste nicht mehr weiter.
Auch die traditionelle Voijta-Therapie, die danach folgte, hat nichts bewirkt. .„Das maximale Ziel der Therapie wäre erreicht, wenn Melanie es schaffen würde mit festhalten sich rund um den Tisch zu bewegen“ – so wurde mir gesagt. Rudi Krawitz schlug vor, eine Therapie bei Barbara Franco zu machen, das war 1995. So lernte ich Barbara Franco Palacio und der Eutonie kennen! Melanie ging es damals sehr schlecht, hat aber die 1. Stunde und die viele die folgen wurde, sehr genossen. Durch die Therapiebesuche mit Melanie wurde ich gleichzeitig in die Eutonie eingeführt.

Ich lernte dass wenn ich selber keine gute Körperhaltung habe, ich auch Schwierigkeiten bekäme bei ihrer Pflege und Körperführung. Wichtig ist für mich auch, dass die Eutonietermine individuell eingehalten werden, ich muss nicht lange warten, und werden auch nicht überstürzt abgehandelt.
Im Sommer 1999, war ich das erste Mal in Schwarzerden und habe am Sommerkurs Eutonie teilgenommen. Seit dieser Zeit habe ich immer wieder Tageskurse oder Wochenendkurse mitgemacht.

Meine Rückenschmerzen wurden besser, ich fühlte mich entspannter und hatte endlich auch mal Zeit für mich. „Ich nehme das, was ich bekomme“.
Dieser Satz von Barbara sorgte dafür das es keinen Druck mehr gab zwischen Melanie und mir, ich muss nicht ständig etwas üben (Voijta), ich kann besser auf ihre momentane körperliche Situation reagieren. Wenn es Melanie schlecht geht und liegen muss wegen den vielen Anfällen, ist Eutonie genauso wichtig wie wenn sie läuft.

Das Angebot eine Eutonie-Ausbildung zu machen hat mir sehr angesprochen. Die zehn Wochenenden in Baustein 1, hatten genau die Titel, die mich damals (nach meiner Kur) sehr beschäftigten. Baustein 1 habe ich bereits hinter mir und ich freue mich auf die Weiterführung!
Durch Melanies Erkrankung bin ich zur Malerei gekommen. Aktmalerei hat mich dabei sehr fasziniert, der Mensch zu sehen und dann zu Zeichnen. Im 2006/2007 habe ich mit Kinder eine Malgruppe im Treffpunkt Neckarstadt-Ost gestaltet. Abschluss war eine Vernissage und Ausstellung der geschaffenen Kunstwerke.

Eutonie mit Kindern und Kunst, so sehe ich meine Zukunft!

Bernadette Bros-Spähn, Ludwigshafen
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